Prachtlibelle

Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) fliegt zwischen Ende Mai und September an sauberen, intakten Fliessgewässern.

Fliegende Edelsteine: unsere Prachtlibellen

An naturnahen und besonnten Bächen begegnen uns ab und zu schillernd blau gefärbte Insekten. Es handelt sich dabei um Männchen von Prachtlibellen, die in der Schweiz mit zwei verschiedenen Arten vertreten sind: der Gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und der Blauflügel Prachtlibelle (Calopteryx virgo). Ihre Jugend verbringen Prachtlibellen, wie auch unsere anderen heimischen Libellen, als gefrässige Larven im Wasser. Die Larven verfügen über eine Art Fangmaske, die sich ausfahren lässt und mit der sich die Beute blitzschnell ergreifen lässt. Die Larven der Prachtlibellen brauchen zum Überleben viel Sauerstoff, was mit ein Grund ist, warum diese fast nur an sauberen und intakten Fliessgewässern vorkommen.

Prachtlibellen-Männchen beanspruchen eigene Territorien. Sobald ein anderes Männchen in das Revier eindringt, wird es vehement vertrieben. Dabei vollführen die beiden Streithähne akrobatische Flugmanöver. Nützt das Imponiergehabe nichts, kann es sogar zu körperlichen Attacken kommen. Das Ziel dieses Kampfes liegt darin, einen möglichst attraktiven Bachabschnitt zu beherrschen und dort ein Weibchen für die Fortpflanzung gewinnen zu können.

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