Mistbiene

Die Scheinbienen-Keilfleck-Schwebfliege (Eristalis tenax) ist eine von rund 460 verschiedenen Arten von Schwebfliegen, die in der Schweiz vorkommen. Sie schaut auf den ersten Blick sehr ähnlich aus wie eine Honigbiene, hat jedoch nur ein Flügelpaar und viel kürzere Fühler.

Honig aus dem Miststock? Lebensweise einer speziellen Schwebfliege

Die Larven der weit verbreiteten Scheinbienen-Keilfleck-Schwebfliege (Eristalis tenax), im Volksmund auch „Mistbiene“ genannt, entwickeln sich gerne in Jauchegruben und Miststöcken. Damit die Larven überhaupt atmen können, verfügen sie über ein ausfahrbares, teleskopartiges Atemrohr, das sie aus dem Miststock herausstrecken. Wenn sich die Schwebfliegen-Larve nach der Verpuppung in das geflügelte Insekt verwandelt, kommt ein Tierchen zum Vorschein, das grosse Ähnlichkeit mit der Honigbiene aufweist und auch oft mit dieser verwechselt wird („Mimikry“). Mittelalterliche Angaben zur Entwicklung der Honigbienen beruhen auf Verwechslungen mit dieser Schwebfliege. In der Antike ging man sogar davon aus, dass für die Honigproduktion genügend Mist und Jauche vorhanden sein müsse. Als erwachsenes Insekt ernährt sich die Schwebfliege ausschliesslich von Nektar und Pollen. Dadurch trägt sie, wie andere erwachsene Schwebfliegen auch, zur Bestäubung bei und ist in der Landwirtschaft sehr beliebt. Honig produziert die Schwebfliege allerdings keinen…

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