Zitronenfalter

Die Weibchen des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni) sind grünlich und nicht so intensiv zitronengelb gefärbt wie die Männchen.

Zitronenfalter: durchfrieren, auftauen, weiterfliegen

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist in der Schweiz relativ weit verbreitet. Unter den heimischen Tagfaltern ist er der einzige, der als geflügeltes, erwachsenes Insekt im Freien überwintert. Alle anderen Tagfalter überdauern die kalte Jahreszeit als Ei/Raupe/Puppe oder, wie etwa im Falle des Tagpfauenauges, als erwachsener Falter auf frostsicheren Dachböden oder in Kellern. Der Zitronenfalter hingegen hängt ab dem Spätherbst ungeschützt in der Vegetation und ist der Witterung ungeschützt ausgesetzt. Damit sein Körper bei Minusgraden nicht durchfriert, reichert er ihn rechtzeitig mit einem „Frostschutzmittel“ an, das v.a. aus Glycerin-Verbindungen besteht. Gleichzeitig reduziert der Falter die Flüssigkeitsmenge und kann dadurch Temperaturen von bis zu minus 20° C unbeschadet überstehen. Wieder aufgetaut, geht das Leben bereits an milden Februartagen weiter. Dank diesem einzigartigen Lebenszyklus werden Zitronenfalter viel älter als alle anderen heimischen Tagfalter.

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