Warzenbeisser

Der Warzenbeisser (Decticus verrucivorus), hier ein Weibchen mit einem imposanten Legestachel, gehört zu den grössten und schwersten heimischen Insekten.

Warzenbeisser: Sonnenanbeter mit Biss

Wenn aus einem Moor ein Geräusch ertönt, das entfernt an eine Fahrradkette im Leerlauf erinnert, handelt es sich in der Regel nicht um einen verirrten Radfahrer, sondern um den Gesang des Warzenbeissers (Decticus verrucivorus). Der Warzenbeisser ist eine bullige Heuschrecke, die über 4 cm lang werden kann. Mit ihrem imposanten Legestachel, der nochmals rund 2,5 cm misst, legt das Weibchen Eier in feuchte Böden. Es kann mehrere Jahre dauern, bis sich die Larven zu fertig entwickelten Warzenbeissern entwickelt haben. Für den Menschen ist der Legestachel harmlos, ein Biss mit den kräftigen Kiefern kann hingegen ganz schön zwacken. Damit kann der Warzenbeisser auch grössere Insekten erbeuten. Daneben ernährt er sich von pflanzlicher Kost. In früheren Zeiten wurden Warzen mit seinen Verdauungssäften verätzt, daher der Name Warzenbeisser.

Der Warzenbeisser ist ein anspruchsvoller Sonnenanbeter. Er besiedelt gerne ungedüngtes Grünland mit niedriger Vegetation. Das Männchen verstummt, sobald die Sonne hinter einer Wolke verschwindet. Ab und zu dürfte er auch mit einem Frosch verwechselt werden, denn bei Gefahr bringt er sich mit froschartigen Sprüngen in Sicherheit.

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